Das Institut versteht sich als Einrichtung zur Förderung und Pflege der Rhythmik am Festspielhaus Hellerau. Es strebt die Zusammenarbeit mit der „Festspielhaus GmbH Hellerau”, der „Europäischen Werkstatt für Kunst und Kultur Hellerau e.V.“ sowie anderen in Dresden ansässigen Institutionen, insbesondere der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber”, der „Hochschule für künstlerischen Tanz - Paluccaschule”, dem „Dresdner Zentrum für Zeitgenössische Musik” und der „Tessenow- Stiftung und Institut“, sowie dem „Bundesverband Rhythmische Erziehung e.V.“, und den kulturellen Trägern der Stadt Dresden und des Freistaates Sachsen an.

Das Institut möchte durch seine Arbeit die pädagogisch-praktischen und die künstlerischen Potenziale der Rhythmik prozesshaft miteinander verknüpfen und so neue, in Werkstattatmosphäre zu prüfende Sichtweisen eröffnen. Dies korrespondiert mit der ursprünglichen Bedeutung Helleraus als Brennpunkt sozialen, künstlerischen und kunstpädagogischen Experimentierens und greift unter anderem einen Gedanken der Reformbewegung, die Verquickung von Pädagogik und Kunst, auf. Weiterhin stellt das Institut im Rahmen der Möglichkeiten Organisationsstrukturen für die Durchführung von Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung im Sinne des §2 der Vereinssatzung zur Verfügung und fördert Forschungsprojekte und wissenschaftliche Arbeiten.

Im Bereich der Lehre sowie der künstlerischen Praxis führt das Institut selbstständig oder in Kooperation mit Partnern Veranstaltungen durch, wie z.B. Aufführungen, Workshops und Symposien auf nationaler und internationaler Ebene.

Aufgabenschwerpunkt des Institutes im Bereich der Forschung soll die systematische Aufarbeitung und Dokumentation der im Experiment erprobten Methoden und Praktiken der Rhythmik sein. Das Dalcroze'sche Konzept soll kritisch aufgearbeitet und auf die Praktikabilität in der heutigen Situation überprüft werden. Der historische Ort und die zeitgemäße kulturelle Ausrichtung des Festspielhauses bieten dazu den idealen Rahmen. Dies könnte die Möglichkeit bieten Jaques-Dalcroze’ Werk auch am Ort des Geschehens stärker als bisher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu heben.

Im deutschsprachigen Raum gibt es zur Zeit keine Einrichtung, die aktuelle Erscheinungsformen der Rhythmik in Kunst und Pädagogik systematisch erfasst und erforscht. Das Institut nutzt dabei die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Rhythmik in Theorie und Geschichte“ des BRE und der Internationalen Vereinigung der Rhythmiker F.I.E.R. Bestehende Kontakte zu internationalen Partnern, wie dem Genfer oder Brüsseler Institut Jaques-Dalcroze oder dem „Dalcroze Research Center“ der Ohio State University sollen intensiviert werden.

Émile Jaques-Dalcroze
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